Geschichte

Aufstieg in den Nachkriegsjahren

Erste kontinuierlichen Einnahmen erzielte DeTeWe nach dem Krieg mit der Reparatur von Schreibmaschinen und Uhren. Auch die Fertigung von Geräten und Baugruppen für die Fernmeldetechnik wurde bald wieder aufgenommen. Der erneute Durchbruch kam in den 1950er Jahren: Mit dem „Wirtschaftswunder“ explodierten die Auftragseingänge. Für die DeTeWe wurde das Geschäft mit der Deutschen Bundespost zu einem zentralen Standbein.

Innovationen bestimmten seit jeher das Geschäft der DeTeWe. So stellte das Unternehmen früh die Weichen fort von der Elektromechanik hin zur Elektronik. Der Hersteller belieferte ab 1985 die Post mit dem „Elektronischen Wählsystem in Digitaltechnik“, kurz EWSD. Was etwas sperrig klingt, ist nichts anderes als der Grundstein für die Digitalisierung des gesamten Telefonnetzes, das bis heute als ISDN-Netz Bestand hat. Früh erkannt wurde auch die zunehmende Bedeutung von Software in der Kommunikationstechnik. So gehörten bereits ab 1983 ein Textverarbeitungsprogramm mit dem Namen „textor“ und die Hotel-Software „hotel-boss“ zum Angebot.

Zerstörtes Geäude der DeTeWe 1945
Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges brannte im April 1945 der Hauptsitz des Unternehmens nahezu vollständig nieder. Alle schriftlichen Verträge, Patente und Konstruktionszeichnungen wurden dabei zerstört. Trotz dieses Rückschlags kam die DeTeWe schnell wieder auf die Beine.

Vermutlich die meisten Einwohner der Bundesrepublik hatten in den 1970er und 1980er Jahren schon einmal ein Telefon der DeTeWe in der Hand, oft grün oder beige, mit Wählscheibe oder später mit Tastatur. Millionenfach standen sie in den Haushalten und Unternehmen.

In manchen Jahrzehnten konnte kein Telefonat geführt werden, ohne dass DeTeWe-Technik zum Einsatz kam. Immer weitere Endgeräte mit immer neuen Techniken kamen auf dem Markt, so wie ein für die Bezahlung mit Kreditkarte geeignetes Tischtelefon. Als einer der ersten Anbieter in Deutschland stellt das Unternehmen außerdem ein Kombigerät mit Fax und Schnurlostelefon vor.

Auch in die Vermarktung so genannter BTX-Geräte steigt DeTeWe ein. Bei BTX handelte es sich um eine Kombination aus Fernseher und Telefon, über das Bildschirminhalte übermittelt werden konnten, die in Grundzügen bereits dem heutigen Internet ähnelten.

Die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 und der große Nachholbedarf der neuen Bundesländer auch im Bereich der Fernmeldetechnik bescheren DeTeWe erneut einen weiteren Auftragsboom. Ab 1990 baut DeTeWe in den neuen Bundesländern provisorische Vermittlungsstellen auf, die am Hauptsitz in Berlin vormontiert werden. In spektakulären Aktionen werden die Vermittlungsstellen mit Tiefladern an den jeweiligen Bestimmungsort transportiert. In den nachfolgenden Jahren stattet DeTeWe insgesamt 112 Fernsprechämter in Deutschland mit neuer Digitaltechnik aus.

1994 stellte das Unternehmen das Schnurlostelefon „Varixtel“ vor, das auf dem damals neuen, europäischen DECT-Standard basiert.

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