Geschichte

Die Anfangsjahre – Boom der Industrialisierung

Die Firmengeschichte der DeTeWe Communications beginnt mit der Produktion von Blitzspindeln. Sie schützten die über den Dächern verlegten Telefonkabel vor Blitzeinschlag.

Zunächst stellte Robert Stock diese Spindeln in Akkordarbeit her. Fleiß und Unternehmergeist sorgten schnell dafür, dass der einstige Handwerksgeselle seine eigene Firma auf den Weg brachte. Das Produkt blieb zunächst das gleiche, Blitzspindeln, doch fertigte Stock schneller und sorgfältiger als die Wettbewerber. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Sophie und einer einfachen Nähmaschine startete er die Produktion und lieferte an mehrere Fernsprechanbieter, die damals in Berlin existierten. Die Nachfrage stieg binnen kurzer Zeit derartig an, dass Robert Stock einen ersten Mitarbeiter einstellte und am 11. Mai 1887 das Unternehmen „R. Stock, Telegraphenapparate“ gründete.

Die Wirtschaft zum Ende des 19. Jahrhunderts boomte. Und mit ihr die Nachfrage nach der praktischen Erfindung „Telephon“. Wer es sich leisten konnte, wollte einen solchen Apparat besitzen. Die Reichspost als Anbieter von Anschlüssen und Telefonapparaten orderte immer mehr Geräte bei den rund ein Dutzend Herstellern.

Der Zulieferer Robert Stock profitierte ebenfalls von der gestiegenen Nachfrage: Schon wenige Monate nach der Firmengründung beschäftigte er bereits fünf Mitarbeiter, nur zwei Jahre später bereits 600 Arbeitskräfte. Neue Produkte wurden ins Programm aufgenommen, von einzelnen technischen Komponenten bis hin zu ganzen Telefonvermittlungsämtern.

Der Durchbruch kam für die junge Firma im Jahr 1896. Robert Stock erhielt vom Reichspostamt einen Auftrag über den Bau mehrerer Telefonvermittlungsämter im Wert von drei Millionen Reichsmark. Der einstige Zulieferer wurde endgültig zum Fernmeldehersteller und gehörte zu den wenigen Pionieren, die in Deutschland für eine leistungsfähige Telefoninfrastruktur sorgten.

 

Quellen: Karl-Heinz Loesche, Dieter Leuthold: DeTeWe Chronik (1970); Geschäftsberichte DeTeWe (diverse Jahrgänge); Mitarbeiter- und Kundenmagazine "Der Anruf", "Com.unique", "Internruf" (diverse Jahrgänge); Zeitzeugeninterviews

Robert Stock

Robert Stock (geboren am 4. April 1858 in Hagenow, Mecklenburg) kam als Handwerksgeselle 1882 nach Berlin. 

Zunächst arbeitete er in einer Maschinenfabrik und begann sich mit der damals noch jungen Elektrotechnik auseinander zu setzen. Die zahlreichen neuen Erfindungen der Zeit faszinierte ihn: Zwei Jahrzehnte zuvor hatte der junge Physiker Philipp Reis ein Kontaktmikrophon erfunden, das „Telephon“. Der Schotte Graham Bell hatte aus der Idee ein marktreifes Produkt entwickelt, das nun auch in Berlin auf immer größeres Interesse stieß.

 

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